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Lohnbuchhaltung

Sozialversicherung, Lohnsteuer, Arbeitgeberaufwendungen


Der „Personal“ Bereich ist zeitaufwendig: Datentausch mit Mitarbeitern, Krankenkassen, Behörden - Reisekostenabrechnungen oder der Besuch eines Prüfers. Auch Änderungen im Arbeits-, Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht sind mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden. Dazu bedarf es regelmäßiger Weiterbildung für ein hohes Fachwissen.

Darum empfiehlt es sich die Lohnbuchhaltung outzusourcen. Auch für kleine Unternehmen und Start Ups lohnt es sich - das spart gerade zum Anfang Zeit und Nerven. 


Wir sind Ihr Backoffice im Lohnbereich und reagieren schnell auf Änderungen. Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen erstellen wir termingerecht. Wir betreuen Sie in allen Fragen der Sozialversicherungen und lohnsteuerlichen Besonderheiten: z.B. PKW-Privatnutzung, Abfindungen, Betriebsveranstaltung, Reisekostenabrechnungen, Bewirtung usw.. Auch die Auswertungen für die Finanzbuchhaltung, notwendige Meldungen für die Sozialversicherungen und Finanzämter bereiten wir für Sie vor. Dabei sind wir auf dem aktuellsten Wissenstand im Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht und garantieren Ihnen Daten- und Abrechnungssicherheit. Die Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprüfungen regeln wir ebenso für Sie, als erfahrener Gesprächs- und Verhandlungspartner des Prüfers.

 

Ihre Vorteile

  • Beratung - Sie haben immer einen persönlichen Ansprechpartner für alle Fragen zu Ihren Lohn und Gehaltsabrechnungen.
  • Flexibilität - Ganzheitliche oder individuelle Lohn-Diensleistungen - ganz nach Ihren Anforderungen. Dabei arbeiten wir termingerecht und reagieren schnell auf Änderungen. 
  • Knowhow & komplexes Fachwissen - wir haben immer die aktuelle Gesetzeslage im Blick. Auch Routinearbeiten übernehmen wir für Sie. 
  • Informationen - Regelmäßige Auswertungen und Statistiken zur Unternehmenssteuerung, Lohn & Personal News sowie Newsletter über aktuelle LohnWissen-Themen.
  • Sicherheit - Abrechnungs-, Daten- und Rechtssicherheit, Archivierung der Lohnauswertungen entsprechend gesetzlich vorgeschriebener Aufbewahrungspflichten.
     

Übertragen Sie uns Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen!
Sie sparen eine Menge Arbeit, gewinnen mehr Zeit für Ihr Geschäft und profitieren von der professionellen Erledigung Ihrer Löhne. Vereinbaren Sie hier ein unverbindliches Erstgespräch - wir freuen uns auch über Ihren Anruf unter +49 69 971 231-0 oder senden Sie uns Ihr Anliegen hier per Mail.

Unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Mandanten

Einrichtung des Lohnmandates

  • Beantragung einer Betriebsnummer bei der Bundesagentur für Arbeit
  • Hilfestellung bei Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft
  • Ersteinrichtung der Lohndaten und Aufnahme der Stammdaten (Firmendaten- und Personaldatenerfassung) incl. der gesetzlichen Melde- und Aufzeichnungspflichten, wie z.B. Anmeldung der Mitarbeiter beim Finanzamt zum elektronischen Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale sowie Meldung Beschäftigungsbeginn bei den Krankenkassen


Lohn- und Gehaltsabrechnungen

  • Monatliche Lohn- und Gehaltsbuchführung der termingerecht und vollständig zur Verfügung gestellten Daten
  • Erstellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen
  • Verarbeitung der gemeldeten Überstunden, Prämien, Reisekostenauszahlungen, Urlaubsabgeltung, Sonn-, Feiertag- und Nachtzuschlägen etc.
  • Verarbeitung von Lohn- und Gehaltspfändungen über die monatliche Entgeltabrechnung
  • Berücksichtigung/Einarbeitung von Betrieblichen Altersvorsorgen über die monatlich Entgeltabrechnung
  • Verrechnung von Arbeitgeberdarlehen über die Lohn- und Gehaltsabrechnung
  • Erstellung der Krankenkassen-Beitragsnachweise
  • Elektronische Datenübermittlung der Sozialversicherungsdaten (Krankenassen-Beitragsnachweise, An-, Ab- und Ummeldungen bei der Krankenkasse)
  • Monatliche Lohnsteueranmeldung und elektronische Datenübermittlung an Ihr Finanzamt
  • Einrichtung/Abrechnung nach Kostenstellen (Abteilungen) für die Finanzbuchhaltung
  • Kuvertierung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Lohnsteuerbescheinigungen und Meldebescheinigungen zur Sozialversicherung für Ihre Mitarbeiter
  • Versendung der Lohn- und Gehaltsauswertungen erfolgt entweder mit Postversand oder per E-Mail mit verschlüsselten Dateien an den Arbeitgeber
  • Führen des Jahreslohnkontos, elektronische Verarbeitung der Lohnsteuerbescheinigung
  • Berechnung und Durchführung des internen Lohnsteuerjahresausgleichs gem. § 42b EStG im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung
  • Meldungen zur Sozialversicherung (Jahresmeldungen)
  • Berufsgenossenschaftsmeldungen (jährliche Ermittlung der Entgelte und Datenübermittlung für Berufsgenossenschaftsbeiträge)


Anträge und Bescheinigungen, z.B.

  • Entgeltersatzleistungen (bei Bezug von Krankengeld)
  • Mutterschaftsgeld
  • Elterngeld
  • Erstattungsanträge nach dem Lohnfortzahlungsgesetzt (Arbeitgeberaufwendungen U1 und U2)
  • Arbeitsbescheinigungen (Antrag auf Arbeitslosengeld)


Überleitung zur Finanzbuchhaltung und zum Zahlungsverkehr

  • Erstellung eines Buchungsbeleges zur Bruttolohnverbuchung in der Finanzbuchhaltung incl. Kostenstellen
  • Zur Verfügung stellen  einer Schnittstelle der lohnrelevanten Buchungen für die Finanzbuchhaltung
  • Vorbereitung des Zahlungsverkehrs (Erstellung von Sammel-Überweisungsaufträgen und Datenübermittlung an die Bank)

Unsere Spezial-Leistungen

Beschäftigte in der Bauwirtschaft, die zum überwiegenden Teil draußen - außerhalb von Hallen und Gebäuden arbeiten - erhalten einen besondere Lohnart, den "Baulohn". Er schafft einen Ausgleich für länger andauernden Arbeitsunterbrechungen und Ausfallzeiten in der kalten Jahreszeit durch Frost und Schnee.  

Lohnabrechnung im deutschen Baugewerbe ist umfangreich und aufgrund der Sondervorschriften knifflig. Die Sozialabgaben müssen jeden Monat neu berechnet werden, weil die Brutto-Baulöhne schwanken. Besondere Vorschriften für saisonale Kurzarbeit, Altersvorsorge, Urlaubskassen usw. gilt es zu beachten sowie die regelmäßige dementsprechende Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die ständigen Änderungen im Tarif- sowie im Steuer- und Sozialversicherungsrecht erfordern hohes Fachwissen.


Wir erstellen Baulöhne für alle Baulohn zahlenden Unternehmen: Bau-Hauptgewerbe, Dachdeckerbetriebe, Gerüstbau, Garten- und Landschaftsbau, Maler- und Lackierfirmen, Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, usw.. Unsere Baulohn-Spezialisten machen Ihre Lohnabrechnungen gemäß den aktuellen gesetzlichen Vorgaben. Ihr Vorteil: Wir nutzen alle Möglichkeiten, die Ihnen als Bauunternehmen Vorteile bringen.

 

 

Unsere Leistungen

  • Antrag Arbeitsbescheinigungen für das Arbeitsamt
  • Archivierung aller Meldungen, Auswertungen und Abrechnungen 
  • Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge anhand von vorläufigen Daten
  • Durchführung von Nettolohnberechnungen / Probeabrechnung
  • Ein persönlicher Ansprechpartner für Ihre Lohnabrechnung
  • Ein- oder Austritt von Arbeitnehmern
  • Erstellung der Jahresentgeltnachweise für die Berufsgenossenschaft inkl. nachfolgender Bescheidprüfung und BG-Betriebsprüfung
  • Erstellung von Sofortmeldungen
  • Führen von Arbeitszeitkonten und Kalendariumserfassung
  • Meldungen an die Sozialkassen des Baugewerbes, Finanzämter und Sozialversicherungsträger
  • Wiederholungsabrechnung oder Nachberechnung von Arbeitnehmern lt. Auftrag Mandant bei unerwarteten Änderungen
  • Zusatzversorgungs-, Urlaubs- und Lohnausgleichskassen (Anträge, Prüfung, Meldeverfahren, Spitzenausgleichsverfahren), u.a. Berechnung von Wintergeld, Winterausfall und Lohnausgleich, Saison-Kurzarbeitergeld (Saison KUG)

Lohnkostenoptimierung senkt die Lohnkosten auf Seiten des Arbeitsgebers und gleichzeitig erhöht sie das Nettogehalt der Mitarbeiter. "Lohnbausteine" wie Fahrtkostenzuschüsse, Tankgutscheine oder Zuschüsse für die Kinderbetreuung, etc. machen dies möglich. Auf Leistungen dieser Art fallen nur teilweise Sozialabgaben an. Von der Optimierung der Lohnkosten profitieren Arbeitgeber und Mitarbeiter gleichermaßen.  

 

Unsere Leistungen

  • Beratung bei der Gestaltung und Erstellung von Arbeitsverträgen durch unsere Partner
  • Beratung und regelmäßige Information bei gesetzlichen Änderungen sowie ihre Auswirkungen
  • Berechnen von steuerfreien Zuschlägen, Fahrtkostenerstattungen, Tantieme, Lohn und Gehalt im Voraus
  • Besondere Beschäftigungsverhältnisse wie Mini-Jobs, Gleitzonenregelung, kurzfristige Beschäftigung, Studenten, Praktikanten
  • Lohnvorwegberechnungen bei anstehenden Lohn- und Gehaltserhöhungen oder Reduzierung/Erhöhung der Arbeitszeiten
  • Regelmäßige Newsletter über aktuelle Themen der Lohn- und Gehaltsabrechnung

 

 

Steuerfreie Zuwendungen an Arbeitnehmer

  1. Teil 
    Arbeitskleidung, Aufmerksamkeiten, Aufwandsentschädigungen an Übungsleiter, Ausbilder, etc....
     
  2. Teil 
    Betreuungsleistungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Darlehen, Fort- oder Weiterbildungskosten,...
     
  3. Teil 
    Studiengebühren, Ersatz von Aufwendungen für arbeitnehmereigene Telekommunikationseinrichtungen, Nutzung arbeitgebereigene Telekommunikationsgeräte,...

Vorbereitung von Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprüfungen

  • Beratung/Vorbereitung bei einer bevorstehenden Betriebsprüfung
  • Betreuung/Begleitung bei Betriebsprüfungen der Deutschen Rentenversicherung gemäß 3 28p Abs. 1 SGB IV (Betriebsprüfung)
  • Betreuung/Begleitung bei Betriebsprüfungen nach § 28p SGB IV i.V.m § 166 Abs. 2 SGB VII (Berufsgenossenschaft/Unfallversicherung)
  • Betreuung/Begleitung der Prüfung der Zahlung der Künstlersozialabgabe nach § 28p Abs. 1a SGB IV
  • Betreuung/Begleitung bei Lohnsteuer-Außenprüfungen
  • Archivierung (10 Jahre Aufbewahrungspflicht): Wir stellen Ihnen auf Wunsch eine jährliche Archiv-DVD/CD mit allen prüfungs- und melderelevanten Daten der Lohn- und Gehaltsabrechnung zur Verfügung, welche bei Betriebsprüfungen verwendet werden können
  • Feststellung der Versicherungspflicht/-freiheit eines Arbeitnehmers
  • Meldungen zur Sozialversicherung
  • Gemeldete Daten zur Unfallversicherung
  • Führung der Lohn- und Gehaltsunterlagen
  • Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitnehmer
  • Abgabe der Künstlersozialabgabe an die Künstlersozialkasse
  • Teilnahme an Lohnsteuer-/Krankenkassen-/Berufsgenossenschafts-Prüfungen

Unser Leistungsangebot erfahren Sie hier.

Extra News

Für Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld beziehen, besteht die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung. Das Kurzarbeitergeld selbst ist steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Dies bedeutet, dass für die übrigen Einkünfte ein höherer Steuersatz maßgeblich ist. Je höher diese Einkünfte/Verdienste sind, umso mehr wirkt sich der Progressionsvorbehalt aus. Zu diesen Einkünften/Verdiensten zählt auch das Einkommen des Ehepartners bei steuerlicher Zusammenveranlagung. Um drohende Steuernachzahlungen aufzufangen, sollten bereits im Vorfeld Rücklagen gebildet werden.

 

Zur Verdeutlichung nachfolgend zwei Beispiele
Arbeitnehmer (Single) bezieht ein mtl. Bruttogehalt von € 6.000 für drei Monate, die restlichen neun Monate erhält er jeweils ein Bruttogehalt von € 3.000 bei 50% Kurzarbeit zzgl. € 830 Kurzarbeitergeld für die ersten drei Monate, ab dem vierten Monat € 969 und ab dem siebten Monat € 1.107.

 

Der Arbeitgeber hat für das reguläre Gehalt von € 6.000 bereits mtl. rund € 1.366 und für das Gehalt während Kurzarbeit rund € 405 einbehalten, insgesamt somit € 7.743. Die Einkommensteuer beläuft sich mit dem Kurzarbeitergeld auf € 8.434. Durch den Lohnsteuerabzug wurden rund € 7.743 im Vorfeld getilgt, so dass sich hier eine Steuernachzahlung von € 691 zzgl. Solidaritätszuschlag i.H.v. € 38 ergibt. Wenn derselbe Arbeitnehmer nun zu 100% in Kurzarbeit geht, wandelt sich die Steuernachzahlung zu einer Steuererstattung:

 

Das Kurzarbeitergeld beträgt für die ersten drei Monate jeweils € 2.013, ab dem vierten Monat sind es € 2.348 und ab dem siebten Monat jeweils € 2.683, insgesamt somit € 21.132. Für das reguläre Gehalt wurden vom Arbeitgeber € 4.097 an Lohnsteuer einbehalten. Zusammen mit dem Kurzarbeitergeld ergibt sich eine Einkommensteuer von € 2.738. Dies führt zu einer Steuererstattung vom € 1.359 zzgl. Solidaritätszuschlag i.H.v. € 75.

 

Fazit
Bei Kurzarbeit zu 100% folgt eine Steuererstattung; sobald weitere Einkünfte hinzukommen, muss mit einer Steuernachzahlung gerechnet werden. Bei Doppelverdienern – also Ehepartner mit gemeinsamer Veranlagung – dürfte sich der Progressionsvorbehalt tendenziell steuererhöhend auswirken, da das gesamte „Partnereinkommen“ dem künstlich erhöhten Steuersatz unterliegt. Ggf. könnte man sich  - in Zeiten der Kurzarbeit - mit einer getrennten Veranlagung besser stellen.

 

*Stand 30. Juni 2020

Die Finanzverwaltung hat bislang betont, dass die vom Arbeitgeber gezahlten Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld steuerpflichtigen Arbeitslohn darstellen. Dies ergibt sich aus dem BMF-Schreiben vom 09.04.2020, BStBl. 2020 I S. 503. Jedoch wurde kurz nach der Veröffentlichung diese Verwaltungsanweisung im Rahmen des Corona-Steuerhilfegesetzes durch § 3 Nr. 28a EStG überholt. Der Gesetzgeber hat durch das Corona-Steuerhilfegesetz Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld von März bis Dezember 2020 in gewisser Höhe steuerfrei gestellt.

 

Steuerfrei sind demnach
„Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und Saison-Kurzarbeitergeld, soweit sie zusammen mit dem Kurzarbeitergeld 80 Prozent des Unterschiedsbetrags zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt nach § 106 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch nicht übersteigen und sie für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 29. Februar 2020 beginnen und vor dem 1. Januar 2021 enden, geleistet werden.“

 

Die Gesetzesänderung hat somit den Gleichklang mit dem Sozialversicherungsrecht hergestellt. Hintergrund: Entsprechend der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 SvEV werden jetzt auch Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld bis 80% des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt nach § 106 SGB III steuerfrei gestellt.

 

Nachstehende Folgewirkungen treten durch die Gesetzesänderung ein

  • Der nach § 3 Nr. 28a EStG steuerfreie Arbeitgeberzuschuss unterliegt dem Progressionsvorbehalt und ist auf der Lohnsteuerbescheinigung 2020 betragsmäßig aufzuführen. Die bislang veröffentliche Lohnsteuerbescheinigung 2020 berücksichtigt diese Aufzeichnungspflicht nicht. Gleichwohl hat die Aufführung zu erfolgen, um eine Arbeitgeberhaftung aufgrund Aufzeichnungspflichtverletzung zu verhindern. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen.
     
  • Die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einnahmen lösen eine Pflichtveranlagung aus, sofern diese EURO 410 übersteigen. Für den Veranlagungszeitraum 2020 ist mit einer Vielzahl neuer Pflichtveranlagungsfälle allein wegen des Bezugs von Kurzarbeitergeld zu rechnen. Arbeitgeber sollten hierauf mit der Lohn- und Gehaltsabrechnung November bzw. Dezember 2020 hinweisen, wenngleich keine rechtliche Verpflichtung hierfür besteht. Dies kann eine verspätete Erklärungsabgabe mit der Folge der Festsetzung eines Verspätungszuschlags verhindern. Siehe hierzu auch unseren Newsletter „Steuerfalle Kurzarbeit“
     
  • Der Lohnsteuer-Jahresausgleich des Arbeitgebers ist im Falle eines steuerfreien Zuschusses nach § 3 Nr. 28a EStG sowie bei Zahlung von Kurzarbeitergeld ausgeschlossen bzw. untersagt.

 

Damit der Arbeitgeberzuschuss zum Kurzarbeitergeld steuer- und sozialversicherungsfrei geleistet werden kann, darf die maximale Höhe der steuerfreien Aufstockung nicht überschritten werden (80% des Unterschiedsbetrages zwischen Soll-Entgelt und Ist-Entgelt abzgl. Kurzarbeitergeld).

 

Durch das Gesetz zu sozialen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise (Sozialschutz-Paket II) hat der Gesetzgeber das Kurzarbeitergeld in bestimmten Fällen erhöht. Für diejenigen, die Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, steigt der Betrag ab dem vierten Monat um 10% auf 70%. ArbeitnehmerInnen mit Kindern erhalten weitere sieben Prozent mehr. Ab dem siebten Monat erhöht sich das Kurzarbeitergeld auf 80% bzw. 87% für Haushalte mit Kindern. Diese Regelungen gelten bis Ende 2020

 

Der Bezug von Kurzarbeitergeld bleibt unabhängig von Leistungssatz steuerfrei und unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Durch einen erhöhten Bezug von Kurzarbeitergeld reduziert sich der nach § 3 Nr. 28a EStG steuerfreie Zuschuss bis auf max. EURO 0. Bei einem Leistungssatz von 80% bzw. 87% kann keine weitere steuerfreie Aufstockung nach § 3 Nr. 28a EStG erbracht werden. Will der Arbeitgeber freiwillig auch in diesen Fällen eine Zusatzleistung erbringen, bietet sich eine steuerfreie Corona-Beihilfe zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn nach Maßgabe des § 3 Nr. 11a EStG an.

 

Die Steuerbefreiung nach § § Nr. 28a EStG ist auf Zuschüsse begrenzt, die für Lohnzahlungszeiträume geleistet werden, die nach dem 29.02.202 beginnen und vor dem 01.01.2021 enden.

 

Der Gesetzgeber stellt darauf ab, „für“ welche Lohnzahlungszeiträume die Arbeitgeberleistung erfolgt. Erfolgt eine Leistung nachschüssig im Januar 2021 für Dezember 2020, ist die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 28a EStG nach dem „Für-Prinzip“ anzuwenden, wenngleich die Zahlung in der Lohnsteuerbescheinigung 2021 aufzuführen ist.

 

Die Gesetzesänderung des steuerfreien Aufstockungsbetrages erfolgte im Juni. Wurde in den Monaten März bis Mai 2020 bei der Abrechnung der bis dahin geltende steuerpflichtige Zuschuss zum Kurzarbeitergeld erfasst, ist dieser nunmehr im Rahmen von § 3 Nr. 28a EStG nachträglich steuerfrei und zu korrigieren. Dies gilt nicht bei bereits aus dem Dienstverhältnis ausgeschiedenen Mitarbeitern. In diesen Fällen kann eine nachträgliche Steuerfreiheit vom Mitarbeiter im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung beantragt werden (Verpflichtung zur Abgabe Steuererklärung – siehe hierzu den Beitrag Steuerfalle Kurzarbeit).

 

Kurzarbeitergeld - Antrag eines Unternehmens ohne deutsche Niederlassung
Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld ist, dass das beantragende Unternehmen eine Niederlassung in Deutschland hat. Fiktive Betriebsstätten reichen nicht aus. Anmerkung: In einem Eilverfahren hat das Gericht den Antrag eines Leiharbeitsunternehmens, das sein Personal (ca. 350 Flugbegleiter) an Flugverkehrsgesellschaften im Inland vermittelt, seinen Sitz aber im EU-Ausland hat, auf Gewährung von Kurzarbeitergeld abgelehnt. 

 

Nachdem die Finanzkontrolle Schwarzarbeit die fehlende Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung beanstandet hatte, hat das Unternehmen betont, in Deutschland keine Niederlassung zu unterhalten. Die Anknüpfung der Gewährung von Kurzarbeitergeld an das Vorhandensein eines Betriebs oder einer Betriebsabteilung im Inland verstößt (auch) hinsichtlich eines im EU-Ausland ansässigen Unternehmens weder gegen das Grundgesetz noch gegen das Recht der Europäischen Union, so das Gericht. Da bereits im Frühjahr 2019 im Rahmen einer Stilllegung und dauerhaften Einschränkung von inländischen Stationierungsstandorten mit der Gewerkschaft Ver.di ein Sozialplan beschlossen wurde, ist nach Ansicht des Gerichts ohnehin fraglich, inwieweit die Arbeitsplätze nicht bereits unabhängig von den Auswirkungen der Corona-Pandemie bedroht seien. Kurzarbeitergeld diene nach der Zielsetzung des Gesetzgebers der Erhaltung von Arbeitsplätzen und sei nicht vorgesehen für Arbeitsplätze, deren Wegfall bereits geplant sei. 

 

*Quelle LSG Bayern, Beschluss v. 4.6.2020 - L 9 AL 61/20 B ER  Nr. 351/2020
*Stand 30. Juni 2020


  

Durch die akute Corona-Pandemie können Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer nicht in vollem Umfang beschäftigen. Die Agentur für Arbeit zahlt das Kurzarbeitergeld als teilweisen Ersatz für den durch einen vorübergehenden Arbeitsausfall entfallenden Lohn. Der Arbeitgeber wird dadurch bei den Kosten der Beschäftigung der Arbeitnehmer entlastet. Hierdurch können Kündigungen vermieden werden.

  • Hier stellen wir Ihnen alle wichtigen Informationen auf einen Blick zur Verfügung. 

Hinweis: Diese Ausführungen geben den Rechtsstand 28.05.2020 wieder und können sich kurzfristig ändern.

 

Wir stehen Ihnen mit unserem Team bei allen Fragen zur Verfügung.

Hier stellen wir Ihnen eine Musterkalkulation für das Kurzarbeitergeld mit Beispielen für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer zur Verfügung. Künftig wird es weitere Informationen geben und diese Datei wird dementsprechend aktualisiert. Beachten Sie bitte daher immer den Stand der Datei, diesen können Sie dem PDF entnehmen (auf der Seite unten rechts).

 

Hier stellen wir Ihnen eine aktuelle Information zur Erleichterung beim Zugang zum Kurzarbeitergeld (KUG) der Hessischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.
 

Sehr geehrte Mandanten,
 
der Deutsche Bundestag hat im Eilverfahren Neuregelungen für einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Das Gesetz soll noch in der ersten Aprilhälfte in Kraft treten.

 

Das Kurzarbeitergeld kann online beantragt werden. Melden Sie sich dazu im Bedarfsfall bereits unter folgendem Link an:

 

Gern können Sie Ihre Zugangsdaten an uns weiterleiten und wir kümmern uns um alles weitere.

 
Das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld sieht folgende Maßnahmen vor

  • Wenn auf Grund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen oder eines unabwendbaren Ereignisses Aufträge ausbleiben, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen (bisher 30% der Belegschaft) sind
  • Vollständiger oder teilweiser Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können künftig Kurzarbeitergeld beziehen
  • Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers für seine Arbeitnehmer 
     

Weitere Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld sind

  • Vorübergehende wesentliche Verringerung der üblichen Arbeitszeit
  • Mindestens ein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter
  • Ausschluss bei Vorliegen einer Kündigung oder Aufhebungsvertrag 
  • Ausschluss bei Bezug von Krankengeld
     

Frist

Die Anzeige zur Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur muss spätestens am letzten Tag des Monats, für den Kurzarbeitergeld beantragt werden soll, eingehen!


Ihr direkter Kontakt bei Fragen zu "Kurzarbeitergeld bei Arbeitsausfall aufgrund des Cornavirus"
 

Frankfurt am Main

 

Dresden

Ihr persönlicher Kontakt

Ruth Glaeske

E-Mail schreiben

Tel: +49 69 971 231-0

Stephanie Kegel

E-Mail schreiben

Tel: +49 69 971 231-0

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5 Fehler bei der Lohnabrechnung

1. Mangelnde Sorgfalt in Stresssituationen

2. Fehlerhafte Einschätzung der Sozialversicherungspflicht

3. Besonderheiten bei der Abrechnung eines Gesellschafter-Geschäftsführers

4. Falsche Unterscheidung zwischen kurzfristigen Mitarbeitern und Mini-Jobbern

5. Abrechnung von steuerfreien oder pauschal besteuerten Lohnbestandteilen