Steuer News
Aktuelle Meldungen zu Steuern
Digitale Belege und digitale Kassen: Kabinett beschließt Gesetzentwurf
Das Bundeskabinett hat am 23.9.2026 einen Gesetzentwurf zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung sowie zur weiteren Digitalisierung handels- und steuerrechtlicher Aufzeichnungen beschlossen.
Digitalisierung: Mehr Krankheitstage bei Beschäftigten mit körperlicher Tätigkeit
Eine stärkere Digitalisierung des Arbeitsplatzes geht bei Beschäftigten mit überwiegend körperlichen Tätigkeiten mit schlechterer Gesundheit und mehr Krankheitstagen einher. Das zeigt eine neue Studie. Bei klassischen Bürojobs wurde dagegen kein negativer Zusammenhang festgestellt.
Besteuerung der Energiepreispauschale bei Arbeitnehmern verfassungsgemäß
Die Besteuerung der Energiepreispauschale bei Arbeitnehmern als Einnahme ist verfassungsgemäß. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Die unterschiedliche steuerliche Behandlung von Minijobbern sei dabei gerechtfertigt.
Steuerermäßigung für energetische Sanierung: Aufteilung nach Miteigentumsanteil?
Wer ein Haus energetisch saniert, das ihm nur zum Teil gehört, kann die Steuerermäßigung nach § 35c EStG nur in Höhe seines Miteigentumsanteils beanspruchen. Das gilt nach einem Urteil des Finanzgerichts Münster auch dann, wenn er die Kosten allein getragen und den größeren Teil des Hauses selbst bewohnt hat.
Hochrangige Verbandstätigkeit: Kein Ehrenamt, sondern abhängige Beschäftigung
In einem vom Sozialgericht Frankfurt am Main entschiedenen Fall ging es um die Frage, ob die Präsidiumsmitglieder eines nationalen Fußball-Verbands ehrenamtlich tätig oder abhängig beschäftigt und deshalb rentenversicherungspflichtig sind.
Zum Werbungskostenabzug bei einem außerhäuslichen Arbeitszimmer
Eheleute hatten gemeinsam eine zweite Wohnung angemietet, die der Ehemann allein als Arbeitszimmer nutzte. Das Finanzamt nahm eine Aufteilung der Kosten vor und berücksichtigte davon nur die Hälfte bei ihm als Werbungskosten. Das Niedersächsische Finanzgericht erteilte dem Vorgehen des Finanzamts eine Absage.
Mitarbeiterbeteiligungen: Keine Steuerbefreiung bei Ausschluss einzelner Gruppen
Der Ausschluss einzelner Arbeitnehmergruppen von der Teilnahme an einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist schädlich für die Steuerfreiheit der daraus resultierenden geldwerten Vorteile. Dies hat das Finanzgericht Düsseldorf entschieden.
Zahl der eingetragenen Vereine auf Höchststand
Einer Auswertung des Stifterverbands zufolge waren im März 2026 bundesweit 628.992 Vereine im Vereinsregister eingetragen. Das ist der höchste bislang erfasste Bestand und rund 13.200 (+ 2,1 Prozent) mehr als 2022.
Keine doppelte Haushaltsführung im Wohnmobil
Ein Arbeitnehmer wollte Aufwendungen für sein Wohnmobil steuerlich als Werbungskosten für eine doppelte Haushaltsführung ansetzen. Das Finanzamt lehnte dies ab. Auch seine Klage beim Finanzgericht (FG) Baden-Württemberg hatte keinen Erfolg.
Ausbau von Kinderbetreuung erhöht Einkommen von Müttern deutlich
Der Betreuungsausbau für unter 3-Jährige in den letzten rund 20 Jahren führte bei Müttern zu höherem Arbeitseinkommen, mehr Vollzeitarbeit und einer stärkeren Integration in besser bezahlte Beschäftigung. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Arbeitszeitwünsche: Vollzeitkräfte wollen weniger arbeiten, Teilzeitkräfte mehr
3,8 Millionen Erwerbstätige in Deutschland wünschten sich im Jahr 2025 eine kürzere Arbeitszeit, während 1,5 Millionen länger arbeiten wollten. Dies teilte das Statistische Bundesamt nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mit.
Beiträge an einen Schulförderverein können als Schulgeld abziehbar sein
Beiträge von Eltern an einen Förderverein der Privatschule ihrer Kinder können unter Umständen als Schulgeld steuerlich berücksichtigt werden. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.
Bundeskabinett beschließt Einkommensteuerreform 2027
Das Bundeskabinett hat am 2. September 2026 den Gesetzentwurf für die Einkommensteuerreform 2027 beschlossen. Mit den Neuregelungen sollen vor allem Steuerpflichtige mit kleinen und mittleren Einkommen sowie Familien mit Kindern entlastet werden.
Bundesfinanzhof gewährt volle Erbfallkostenpauschale für Vermächtnisnehmerin
Der Bundesfinanzhof (BFH) sprach in einem Erbfall einer Vermächtnisnehmerin den vollen Erbfallkosten-Pauschbetrag von seinerzeit 10.300 Euro zu. Dadurch verringerte sich ihr steuerpflichtiger Erwerb entsprechend. Tatsächlich waren ihr Kosten in Höhe von nur 13,20 Euro entstanden.
Gut ein Viertel der Auszubildenden mit Abitur
Viele junge Menschen starten in diesen Tagen in ihre Berufsausbildung - viele davon mit Hochschul- oder Fachhochschulreife. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren dies im Jahr 2025 mehr als ein Viertel (26 Prozent).
Erbschaftsteuer: Begünstigtes Grundstück kann auch Garten und Zufahrt umfassen
Ein Familienheim kann unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei vererbt werden. Wie der Bundesfinanzhof (BFH) nun entschieden hat, können neben dem Wohngrundstück auch weitere, mitgenutzte Flächen in den begünstigten Grundstückswert einzubeziehen sein.
Unternehmen zurückhaltend mit KI-Nutzung in Personalabteilungen
Bislang wird KI im Personalwesen noch vergleichsweise selten eingesetzt. Gegenüber 2024 hat die Nutzung leicht zugenommen. Das zeigt eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 600 Unternehmen.
Bundeskabinett beschließt Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026
Das Bundeskabinett hat am 12.8.2026 den Gesetzentwurf für das Jahressteuergesetz 2026 (JStG 2026) beschlossen. Unter anderem sieht der Entwurf Änderungen beim Kapitalertragsteuerverfahren, bei der elektronischen Bekanntgabe von Steuerbescheiden, bei Nachzahlungszinsen sowie bei der umsatzsteuerlichen Organschaft vor.
Testament erfordert Unterschrift – Zeichnung nicht ausreichend
Die Unterschrift unter einem Testament erfordert das Element des Schreibens. Handelt es sich stattdessen um eine Zeichnung, ist das Testament formnichtig. Dies gilt nach einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) München auch dann, wenn die Urheberschaft anderweitig festgestellt werden könnte.
Gründungsinteresse steigt – häufig aus Sorge um den Arbeitsplatz
Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verzeichnen bundesweit mehr Menschen, die sich zu einer Gründung informieren und beraten lassen. Dabei spielt immer häufiger die Sorge um die eigene berufliche Zukunft eine Rolle, so ein zentrales Ergebnis des DIHK-Reports Unternehmensgründung 2026.
